Von der Raupe zum Schmetterling

Die anfangs kleine, dünne Raupe Nimmersatt frisst sich durch die üppigen Sträucher, Kräuter und Pflanzen. Sie wird immer dicker.

Nach einer gewissen Zeit unterbricht sie ihr Dauerfressen. Ihre Haut platzt irgendwann einmal. Damit macht sie einer neuen Haut Platz. Genauso wie wir Menschen aus unseren Kinderschuhen herauswachsen. Die kleine dicke Kreatur frisst ihr Leben lang. Raupen wiederholen diesen Vorgang bis zu vier Mal.

Irgendwann hat alles Mal ein Ende. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Auch für uns Menschen. Die Raupe ist nicht dafür bestimmt, für immer eine Raupe zu bleiben. Sie beginnt sich zu verpuppen und zieht sich zurück in eine Umkleidekabine: ihren Kokon. Darin entsteht ein wahres Wunder. Die Raupe verwandelt sich in einen zarten farbenprächtigen Schmetterling.

Im Schmetterling ist genauso wie in uns Menschen das Gefühl des wahren Lebens angelegt. Es geht immer wieder um Liebe, Eigenverantwortung und Schöpfergeist. Es geht darum, über sich hinauszuwachsen, Grenzen zu überwinden und das eigene Licht wieder zu erkennen.

Dem Schmetterling wird die Umkleidekabine bald zu eng. Um zu leben, braucht er Luft und Raum. Er sehnt sich danach, frei zu sein. Damit der Schmetterling in die Freiheit gelangen kann, muss er sein selbst gebautes Gefängnis verlassen.

Atme auch du tief ein und aus und durchbreche die Box, in der du gefangen gehalten wirst.

Denn die Welt braucht jetzt Schmetterlinge.

Herbi

 

Herbi

Ich bin als Wegbereiter gekommen, um den Menschen in dieser Zeit des grossen Wandels und Umbruchs Mut zu machen und Zuversicht zu geben.